Extremflächenbegrünung

Als Extremflächen werden Standorte bezeichnet, die aufgrund ihrer Substrateigenschaften, ihrer Exposition, Neigung oder klimatischen Voraussetzungen als extrem zu bezeichnen sind (Steilhänge, alpine Hochlagen, Tagebaurestflächen, Minenrückstandshalden etc.).

Bei der Anspritzbegrünung von Extremflächen wird eine speziell an den Standort angepasste Begrünungsrezeptur in einem Tank mit Wasser und einem Bodenhaftkleber gemischt und gleichmäßig auf die zu begrünende Fläche aufgesprüht. Diese aufgebrachte Nährsubstanz ist geeignet, eine dauerhafte und vitale Vegetation auch auf widrigsten Standorten zu etablieren.

Die Saatgutmischung besteht aus standortgerechten und trockenheitsresistenten Arten. Bodenhilfs- und -verbesserungsstoffe wirken u.a auf die Wasserhaltekraft, das Nährstoffspeichervermögen und andere bodenphysikalische Eigenschaften des Substrates ein. Die bei Bedarf verwendeten Düngestoffe bestehen aus schnellwirkenden mineralischen Komponenten als Starthilfe und langsam fließenden organischen Komponenten, die das Saatgut dauerhaft mit Nährstoffen versorgen und überdies bodenbildend wirken. Eine Auswaschung von Düngestoffen in das Grundwasser ist somit praktisch ausgeschlossen.

Mulchstoffe aus Zellulose und gebrochenen Strohfasern wirken mikroklimaverbessernd, feuchtigkeitsspeichernd und keimfördernd. Sie sind damit unerlässlich für eine erfolgreiche und dauerhafte Vegetationsetablierung.

Der in der Rezeptur enthaltene Bodenhaftkleber fixiert die aufgebrachten Rezepturkomponenten auf der Fläche und schützt so effektiv und dauerhaft vor Erosion durch Wind (Windsog) und Wasser.

Steilhang-Begrünung    
 
Deponie-Begrünung, Niederlande    
 
Begrünung Bundesgartenschau, Deutschland    
 
Begrünung Braunkohletagebau, Deutschland    
 
Haldenbegrünung, Deutschland    
 
Steilhang-Begrünung, Kroatien